Fun music – nice people – no guitars

Oder: „Der Tag an dem ich mein erstes Ukulele-Konzert geben wollte, aber statt dessen eine neue Ukulele gewonnen habe“.

Heute morgen hat mich mein Arbeits- und Ukulelekollege Magnus zum Uke Boogie eingeladen. Ich kannte das bisher selbst nicht, aber das ist so etwas ähnliches wie ein Poetry Slam – nur eben für Ukulelespieler. Jeder, der mehr oder weniger eine Ukuelele spielen kann darf dort ein kleines Minikonzert geben. Egal ob Profi oder Anfänger, ob gecoverte Songs oder Selbstgeschriebene.

Seit Mai diesen Jahres lerne ich nun fleißig Ukulele. Wen es einmal erwischt hat, der kann nicht mehr aufhören. Jeden einzelnen Tag habe ich seit dem eine Ukulele in der Hand gehabt. Mittlerweile besitze ich meine eigene kleine Korala, mit Tonabnehmer und natürlich kleinem Verstärker. Yes, I am a band!

Ich bin so angefixt, ich schreibe mittlerweile meine eigenen Songs (von denen noch kein einziger fertig ist, aber ich hab ein wahres Talent für Songtitelerfinden, falls da jemand daran Interesse hat). Und ein paar mal hab ich auch schon das ein oder andere Cover vor Freunden zum Besten gegeben.

Das Tolle an einer Ukulele ist nämlich, dass sie keinen Anspruch zum Perfektionismus erhebt. Je schriller und rotziger die Spielweise ist, umso besser.

Nun war ich heute schon den ganzen Tag so aufgeregt. Mein erstes Minikonzert? Soll ich mich trauen? Naja, ich dachte, da werden wohl so ne gute Hand voll Ukulelespieler auftauchen. Die Bar ist im unpopulären Teil Neuköllns, wer geht da schon unter der Woche hin? Und regnen tuts heut auch …

Aber zu meiner Überraschung war der Laden gebrummt voll. Eine ganze Menge Ukulele-Spieler haben auf ihren Auftritt gewartet. Jeder war anders, jeder war eigen. Mancher beherrschte sein Instrument perfekt, manch anderer weniger, aber hat mit Charme und Melone alles wieder gut gemacht. Ich war ganz überrascht, mit wieviel Inbrunst und Liebe zum Instrument die Hobbymusiker dort auftraten.

Zwischendurch gab es dann sogar eine kleine Verlosung. Ein paar Flaschen Hot Sauce, kleine Rasseln, selbstgebastelte Plakate UND, wer hätts gedacht? Eine Ukuele als Hauptgewinn! Ich muss gestehen, ich bin im Losen echt gut und deshalb hab ich auch gleich mein eines kleines Lose gekauft (der Erfolg liegt darin nur EIN Lose zu kaufen) und  – tadaaaaa – da ist er nun, der Beginn meiner eigenen Ukulele-Sammlung.

Die neue ist natürlich wunderschick und klingt auch ganz phantastisch und ich wollte schon immer, neben meiner Verstärkten eine ganz schlichte Akkustische haben. Vermutlich werde ich sie anmalen, dazu gibt’s dann auch sicherlich Fotos.

Dafür musste ich aber auch versprechen beim nächsten mal ein Lied zu spielen. Nach dem Gewinn ging nämlich leider gar nichts mehr, ich war viel zu aufgeregt und hab mich viel zu dolle gefreut, um noch ein Liedchen rauszuträllern …

Es war ein herrlich amüsanter Abend mit Liedern über Club-Mate-Pfandflaschen und nicht grünem, nein, auch nicht blauem, sondern Purple Rain und sogar einer Saber-Raiders-Songabwandlung.

Der Uke Boogie findet einmal im Monat statt, erfreut sich großer Beliebtheit, beherrbergt fast ausschließlich Briten und Amerikaner und man findet ihn in der Ma Thilda (Wildenbruchstr. 68).

Hier hab ich auch noch ein Video rausgekramt, von einem der Profis namens Alex, der den heutigen Abend auch gehostet hat. Danke Alex für die schöne Ukulele, ich werde sie jeden Tag spielen und nächstes mal dann … versprochen!

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