Ich bin eine Band!

By 2014/09/11Berlin, Musik

Gestern hatte ich meinen ersten Ukulele Auftritt beim Uke Boogie! Von dieser Veranstaltung habe ich bereits vor einem Monat berichtet. Jeden zweiten Mittwoch des Monats finden sich Ukulelebegeisterte in der Mathilda zum gemeinsamen Ukulelekonzert zusammen. Wer ein anderes albernes Instrument besitzt und dieses bestenfalls auch einigermaßen spielen kann, der darf natürlich auch mitmachen. Nur Gitarren sind strikt verboten …

Als ich letzten Monat beim Uke Boogie eine feine kleine Ukulele gewonnen habe, die ich am nächsten Tag sofort bemalen musste, habe ich versprochen von nun an ein Lied zu üben um beim nächsten Uke Boogie dann selbst aufzutreten. Gestern stand ich dann pünktlich um halb 9 mit ein paar Freunden zur Unterstützung und ner Menge Aufregung im Herzen in der Mathilda und die beiden Organisatoren waren ganz von den Socken, dass ich die Herausforderung wirklich annehmen wollte. Anscheinend bin ich die erste Ukulele-Gewinnerin gewesen, die wirklich beim nächsten Mal zum eigenen Auftritt kam. Die beiden haben mir dann ganz lieb zugesprochen und mir Mut gemacht und dann hab ich mich auch wirklich gleich bei der ersten Boogie Runde auf die Bühne getraut.

Natürlich klar, dass ich noch aufgeregter war, als ich es mir vorgestellt hatte und deshalb hab ich auch ein paar Akkorde anständig verhauen, aber irgendwie, man steht ja meist bei so einer Herausforderung eh neben sich und kriegts gar nicht mit, hats dann doch geklappt und ich bekam ganz viel Applaus und Jubelrufe aus dem Publikum.

Genau wie es mir die beiden Orgas am Anfang versprochen haben, ist das Publikum beim Uke Boogie ganz herzallerliebst. Sie freuen sich, unterstützen die Bühnenwütigen mit allem was sie haben und es ist dabei völlig egal, ob man gut spielt oder erst Anfänger ist und ob man ein eigenes Lied vorspielt oder covert. Am Ende kommts auf den gemeinsamen Spaß an, darauf, dass jeder mal zeigen kann, was er bisher gelernt hat oder was ihn berührt. Manche kämpfen sich alleine durch, manche spielen ganz spontan ein Lied (wie mein lieber Freund Angel zum Beispiel – Applaus Angel!!!) und manche gründen spontan eine Band.

Wenn man’s versemmelt ist es auch nicht schlimm, man muss sich einfach nur ein Herz fassen und es ausprobieren. Oh, und nicht zu vergessen – ich habe 10 Pfennig dabei verdient! Ja, es gibt eine Bezahlung für die, die sich gleich am Anfang auf die Bühne trauen! Damit darf man sich dann den wohlverdienten After-Gig-Drink an der Bar holen.

Ich bin jetzt jedenfalls ganz beseelt und glücklich und überleg mir grad schon ein Lied für nächstes mal!

Ah ja, fast vergessen, ich hab natürlich auch wieder was gewonnen: Penn & Teller’s Cruel Tricks for Dear Friends – Yeah!

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